Mietanstieg 2026 beschleunigt sich: Was das für Wohnungssuchende bedeutet

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Mietanstieg 2026 beschleunigt sich: Was das für Wohnungssuchende bedeutet

Der Mietanstieg 2026 hat sich beschleunigt: Im dritten Quartal legten die Angebotsmieten bundesweit um 1,2 % gegenüber dem Vorquartal zu, nach einem schwächeren Vorquartal. Das ist der stärkste Zuwachs seit dem ersten Quartal 2025. Wohnungssuchende müssen sich in den kommenden Monaten auf weiter steigende Preise einstellen.
Die Zahlen stammen aus der laufenden Auswertung des Kiel Instituts für Weltwirtschaft, das Mieten in 37 Städten und Regionen erfasst, darunter die 30 bevölkerungsreichsten Städte Deutschlands. Grundlage sind Immobilienmarktdaten aus mehr als 100 Quellen. Im Jahresvergleich von Juli bis September 2026 gegenüber demselben Zeitraum 2025 lagen die Mieten nominal um 3,7 % höher.
Wie stark sind die Mieten zuletzt gestiegen?
Besonders Bestandswohnungen, also bereits bewohnte Objekte, zeigten im dritten Quartal vergleichsweise starke Preisentwicklungen. Das deutet darauf hin, dass der Anstieg nicht nur Neuvermietungen in Neubauten betrifft, sondern den gesamten Wohnungsmarkt erfasst.
Welche Städte liegen beim Mietanstieg vorn?
Unter den acht größten deutschen Städten verzeichnete Berlin im dritten Quartal den stärksten Zuwachs, Düsseldorf lag knapp dahinter. Im Jahresvergleich zog Hamburg unter den Metropolen am deutlichsten an. Auch außerhalb der acht größten Städte gab es kräftige Sprünge, etwa in Bochum, Augsburg und Mannheim.
- Hamburg verzeichnete unter den acht größten Städten den stärksten Mietanstieg im Jahresvergleich mit 6,7 %.
- Berlin kam im dritten Quartal 2026 auf ein Plus von 2,1 % gegenüber dem Vorquartal.
- Düsseldorf folgte im selben Zeitraum mit einem ähnlich starken Zuwachs wie Berlin.
- Bochum verzeichnete außerhalb der Top-8-Städte einen Jahresanstieg von 6,3 %.
Bei den Neubaumieten zeigt sich ein eigenes Bild: München bleibt mit 24,50 Euro je Quadratmeter die teuerste Stadt, gefolgt von Frankfurt am Main mit 19,00 Euro und Berlin mit 18,50 Euro. In Berlin stiegen die Neubaumieten binnen eines Jahres um 5,7 %, in Köln um 4,0 %, in Hamburg stiegen sie nahezu ebenso stark. Am unteren Ende liegen Kassel mit 11,50 Euro und die Gemeinde Schauenburg mit 9,50 Euro je Quadratmeter.
Der bundesweite Mietpreisindex lag im vierten Quartal 2025 bei 136,2 Punkten und damit um 1,9 % höher als ein Jahr zuvor. Seit Anfang 2019 haben sich die Angebotsmieten im Schnitt um 36,2 % verteuert. Dahinter steckt auch ein strukturelles Problem: 2024 wurden 215.920 Baugenehmigungen erteilt und 251.937 Wohnungen fertiggestellt, das politische Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr wurde damit erneut deutlich verfehlt.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.








