Miete in der Steiermark steigt um 14 Prozent: Was das für die Wohnungssuche bedeutet

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Miete in der Steiermark steigt um 14 Prozent: Was das für die Wohnungssuche bedeutet

Die Mietpreise in der Steiermark sind 2026 so stark gestiegen wie in keinem anderen österreichischen Bundesland. Gegenüber dem Vorjahr verteuerten sich angebotene Mietwohnungen um 14 %. Für Mieter und Wohnungssuchende bedeutet das spürbar höhere monatliche Belastungen.
Mieten in der Steiermark steigen um 14 Prozent
Die durchschnittliche Bruttomiete für Mietwohnungen in der Steiermark liegt mittlerweile bei 14,40 Euro pro Quadratmeter. Für eine 70-Quadratmeter-Wohnung bedeutet das eine monatliche Bruttomiete von rund 1.008 Euro. Bundesweit zogen die Mietangebote in den ersten neun Monaten 2026 im Jahresvergleich um 6 % an, die Steiermark liegt damit deutlich über dem landesweiten Durchschnitt.
Steiermark liegt im Bundesländer-Vergleich noch unter Wien
Trotz des starken Anstiegs bleibt das steirische Mietniveau unter dem österreichweiten Durchschnitt. Wien kommt im Schnitt auf 22,60 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Tirol mit 21,70 Euro und Salzburg mit 20,30 Euro. Einzig im Burgenland sanken die angebotenen Mietpreise, um 4 % auf eine durchschnittliche Bruttomiete von 11,30 Euro pro Quadratmeter.
Rechenbeispiel
Eine 70-Quadratmeter-Wohnung kostet in der Steiermark im Schnitt 1.008 Euro Bruttomiete im Monat, in Wien hingegen rund 1.580 Euro. Die Differenz von 572 Euro summiert sich auf etwa 6.864 Euro im Jahr. Wer von Wien in die Steiermark zieht, kann bei gleicher Wohnungsgröße diesen Betrag jährlich sparen.
KPÖ fordert mehr öffentlichen Wohnbau
Die KPÖ Steiermark fordert angesichts der Entwicklung einen stärkeren Ausbau des öffentlichen Wohnbaus. Die Partei kritisiert zudem Pläne einzelner Gemeinden, kommunale Wohnungen zu verkaufen, und sieht darin eine Bedrohung für leistbaren Wohnraum.
Laut KPÖ seien unter anderem in Judenburg, Kindberg und Bruck solche Verkäufe im Gespräch. Graz dagegen zeige nach Darstellung der Partei, dass Gemeindewohnungen weiterhin einen wichtigen Beitrag zu leistbarem Wohnraum leisten können.
Was das für Käufer, Eigentümer und Mieter bedeutet
Für Mieter in der Steiermark steigt mit der aktuellen Entwicklung der Druck, bei der Wohnungssuche schneller zuzugreifen oder auf günstigere Regionen auszuweichen. Eigentümer, die vermieten, können die höheren Marktpreise bei Neuvermietungen leichter durchsetzen. Wer über einen Umzug innerhalb Österreichs nachdenkt, findet im Burgenland mit sinkenden Mietpreisen derzeit die günstigere Alternative.
- Bei der Wohnungssuche in der Steiermark frühzeitig planen und die monatliche Bruttomiete einkalkulieren.
- Bei der Wohnungssuche auch Gemeinden außerhalb von Graz in Betracht ziehen, da sich Preisniveaus regional unterscheiden können.
- Entwicklungen rund um geplante Verkäufe von Gemeindewohnungen in Judenburg, Kindberg und Bruck im Blick behalten, da sie das lokale Angebot verändern könnten.
- Mietangebote mit dem Bundesländer-Durchschnitt vergleichen, bevor ein Vertrag unterschrieben wird.
- Bei Umzugsplänen die Bruttomiete pro Quadratmeter als Vergleichsgröße zwischen Bundesländern heranziehen.








