Immobilienmarkt Burgenland: Warum Mieten und Kaufen hier so leistbar bleiben

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Immobilienmarkt Burgenland: Warum Mieten und Kaufen hier so leistbar bleiben

Wer im Burgenland ein Eigenheim kauft, kommt deutlich günstiger weg als in anderen Bundesländern. Im Jahr 2025 mussten Käufer dort etwa 25 % ihres monatlichen Haushaltseinkommens für Zinsen und Tilgung eines kreditfinanzierten Einfamilienhauses aufbringen. Damit bleibt das Burgenland bei Mieten und Kaufen österreichweit der am besten leistbare Markt.
Die Preise für Einfamilienhäuser sind seit Mitte 2022 bereits um 1,7 % zurückgegangen, wie Raiffeisen Immobilien mitteilt. Gleichzeitig zieht die Kreditnachfrage im privaten Wohnbau wieder an, nachdem viele Projekte zuvor zurückgestellt worden waren.
Wie leistbar ist Wohneigentum im Burgenland wirklich?
Der Unterschied zu anderen Bundesländern fällt deutlich aus. Während Käufer im Burgenland rund ein Viertel ihres Einkommens für Zinsen und Tilgung aufwenden, liegt dieser Anteil in Vorarlberg bei 68 % und in Salzburg bei etwa 72 %. Damit zahlen Haushalte in Salzburg fast dreimal so viel vom eigenen Einkommen wie im Burgenland.
Rechenbeispiel
Die Differenz zwischen Salzburg und dem Burgenland beträgt 47 Prozentpunkte: 72 % gegenüber 25 % des monatlichen Haushaltseinkommens. Wer also im Burgenland kauft, behält rechnerisch fast die Hälfte seines Einkommens zusätzlich zur freien Verfügung gegenüber einem vergleichbaren Kauf in Salzburg. In Vorarlberg liegt der Abstand mit 43 Prozentpunkten ähnlich hoch.
Welche Regionen sind derzeit besonders gefragt?
Besonders das Nordburgenland profitiert von der guten Anbindung an den Wiener Zentralraum. In den südlichen Bezirken bleibt laut Suttner das Interesse an Sanierungen und Modernisierungen bestehenden Wohnraums unverändert hoch.
Nachgefragt werden vor allem leistbare Einfamilienhäuser sowie Drei-Zimmer-Wohnungen.
- Objekte mit kleineren Gärten und überschaubarer Wohnfläche gewinnen an Beliebtheit, weil ihr Erhaltungsaufwand geringer ausfällt.
- Etwa 30 % der bebaubaren Flächen im Burgenland sind bereits gewidmet, aber noch nicht bebaut.
- Die Zahl der Haushalte im Burgenland soll bis 2035 um rund 4,5 % steigen, auch wenn die Bevölkerung insgesamt nur leicht wächst.
- Laut Prognose schrumpft die durchschnittliche Zahl der Bewohner pro Haushalt in Österreich bis 2035 auf 2,11, nach 2,17 im Jahr 2025.
Wie geht es am Wohnungsmarkt im Burgenland weiter?
Die steigende Zahl der Haushalte bei nur leicht wachsender Bevölkerung deutet darauf hin, dass künftig mehr kleinere Wohneinheiten gefragt sein könnten. Da bereits ein erheblicher Teil der bebaubaren Flächen gewidmet, aber unbebaut ist, besteht für Bauträger und Gemeinden noch Spielraum, ohne neue Flächen widmen zu müssen.
Für Käufer bleibt die Lage im Burgenland damit vorerst deutlich entspannter als in westlichen Bundesländern. Wer eine Finanzierung plant, profitiert aktuell von der wieder anziehenden Kreditnachfrage und einem Markt, der nach den Preisrückgängen seit 2022 Spielraum für Verhandlungen lässt.
Tipps für Käufer, Mieter und Investoren
- Käufer sollten den Preis stärker gewichten als hochwertige Ausstattung, da genau darauf derzeit die Nachfrage ausgerichtet ist.
- Wer im Nordburgenland sucht, muss mit höherer Konkurrenz durch die Nähe zu Wien rechnen.
- Interessenten für Sanierungsobjekte finden im Südburgenland weiterhin ein stabiles Angebot.
- Ein Vergleich der Finanzierungskonditionen lohnt sich, da die Kreditnachfrage wieder zunimmt und Banken aktiver anbieten.








