Mietanstieg in deutschen Städten: Was das für Wohnungssuchende bedeutet

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Mietanstieg in deutschen Städten: Was das für Wohnungssuchende bedeutet

In mehreren deutschen Städten sind die Mietpreise binnen eines Jahres kräftig gestiegen. Laut dem GREIX-Mietpreisindex des Kiel Instituts für Weltwirtschaft verzeichnete Potsdam mit 6,75 % den stärksten Anstieg unter den untersuchten Städten und Regionen.
Rangliste der Städte
Mönchengladbach folgt mit 6,67 % auf dem zweiten Platz. Dahinter reihen sich weitere Städte mit deutlichem Mietanstieg ein: Köln kommt auf gut sechs Prozent, Erfurt auf 5,75 % und Wiesbaden auf 5,54 %. Im Kreis Mettmann stiegen die Angebotsmieten um gut fünf Prozent, in Hamburg um 5,14 %.
Augsburg, Dresden und Lübeck liegen mit 4,84 %, knapp fünf Prozent und 4,75 % etwas darunter, gehören aber ebenfalls zu den zehn Städten mit dem stärksten Zuwachs. Bei den absoluten Preisen liegt Hamburg innerhalb dieser Top 10 mit 16,47 Euro je Quadratmeter vorn, Potsdam kommt auf 14,85 Euro.
Woher die Mietsteigerung kommt
Der Index erfasst ausschließlich inserierte Kaltmieten, nicht pauschale Erhöhungen bestehender Mietverträge. Fachleute des IfW Kiel deuten die stark gesunkene Insertionsdauer von Wohnungsanzeigen als Zeichen für eine sehr hohe Nachfrage und besonders schnelle Neuvermietungen.
Im zweiten Quartal 2025 waren die Angebotsmieten nach Angaben des IfW Kiel noch nominal um 3,4 % gestiegen, inflationsbereinigt lag der Zuwachs bei 1,3 %. Diese Zahlen zeigen, dass sich das Tempo im Jahresverlauf noch beschleunigt hat.
Was das für Mieter bedeutet
Besonders in wachsenden Städten dürfte der Druck auf dem Mietmarkt anhalten. Nach einer Prognose der Stadtverwaltung Potsdam wächst die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2040 auf etwa 206.500 Menschen; aus einer Bedarfsanalyse für den Zeitraum 2025 bis 2040 geht hervor, dass dafür zusätzlich rund 4.800 Wohnungen nötig wären, selbst bei vollständiger Nutzung aller verfügbaren Bauflächen.
Neubau hält nicht Schritt
Dass neue Wohnungen allein die Lücke nicht schließen, zeigt das Beispiel Köln: Nach städtischen Angaben wurden dort im Jahr 2025 insgesamt 4.623 Wohnungen fertiggestellt, während es im Vorjahr lediglich 1.819 waren. Trotz dieses deutlichen Zuwachses gehört Köln zugleich zu den Städten mit einem der stärksten Mietanstiege im bundesweiten Vergleich.








