Takko plant 300 neue Shops bis 2028: Was das für Ladenflächen in Innenstädten bedeutet

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Takko plant 300 neue Shops bis 2028: Was das für Ladenflächen in Innenstädten bedeutet

Takko Fashion hat in der Rathaus Galerie in Essen seine 2.000. Filiale in Europa eröffnet. Für Eigentümer und Betreiber von Ladenflächen in Innenstädten ist das ein Signal, dass sich die Nachfrage nach Einzelhandelsflächen wieder verändert.
Allein im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres eröffnete Takko 31 neue Filialen und modernisierte parallel bestehende Standorte. Für das Gesamtjahr 2026 plant das Unternehmen rund 120 Neueröffnungen, mit klarem Fokus auf Innenstadtlagen.
Warum expandiert Takko gerade jetzt in die Innenstädte?
Nach Angaben von Takko Fashion verfolgt das Unternehmen derzeit das größte Expansionsprogramm seit 2019. Im Rahmen der Strategie mit dem Namen SHINE 2028 sind europaweit rund 300 zusätzliche Standorte geplant. Zusätzlich erhalten die Filialen europaweit ein überarbeitetes Ladenkonzept, während das Unternehmen zugleich mehr Geld in trendorientierte Ware, digitale Technik und Programme zur Kundenbindung steckt.
Diese Investitionen deuten darauf hin, dass Takko sich nicht nur auf reine Flächenexpansion verlässt, sondern das Einkaufserlebnis insgesamt aufwerten will. Für Innenstadtlagen bedeutet das: Ein großer Filialist sucht aktiv nach Flächen, zu einem Zeitpunkt, an dem viele Händler in Innenstädten eher zurückhaltend agieren.
Was bedeutet das für Ladenflächen und Gewerbemieten in Innenstädten?
Mit der 2.000. Filiale in Essen, die rund 492 Quadratmeter Verkaufsfläche umfasst, zeigt Takko, dass auch größere Flächen in zentralen Lagen wieder gefragt sind. Zudem wird in Salzgitter derzeit ein neues Logistikzentrum errichtet, das mehr als 60.000 Quadratmeter umfasst; laut Takko Fashion könnten dort künftig bis zu 600 Stellen entstehen. Die ersten Abläufe im Versand sollen demnach ab der zweiten Hälfte des Jahres 2027 starten.
Ein Unternehmen, das gleichzeitig in neue Läden, ein neues Store-Design und ein neues Logistikzentrum investiert, plant offenkundig langfristig. Für Eigentümer von Einzelhandelsflächen in Innenstädten kann ein solcher Nachfrageschub bedeuten, dass sich leerstehende oder schwer vermietbare Flächen wieder leichter platzieren lassen, insbesondere wenn sie flexibel zuschnittbar sind.
Was können Eigentümer und Investoren von Ladenflächen jetzt tun?
Wer Gewerbeflächen in Innenstadtlagen besitzt oder verwaltet, kann aus der Takko-Expansion einige Rückschlüsse ziehen. Die folgenden Punkte fassen zusammen, worauf es dabei ankommt:
- Große, etablierte Filialisten wie Takko fragen aktiv Flächen in Innenstädten nach, was ein Signal für die Nachfrageseite sein kann.
- Flächen mit flexibler Aufteilung sind gefragt, da Takko sowohl kleinere Formate als auch größere Flächen wie in Essen bespielt.
- Investitionen in Logistik und Store-Design zeigen, dass die Expansion langfristig angelegt ist und nicht auf kurzfristige Mietvorteile beschränkt bleibt.
- Die Modernisierung bestehender Standorte im ersten Quartal zeigt, dass auch Bestandsflächen für Filialisten weiterhin interessant bleiben.








