Sanierungsförderung 2026: Wer jetzt wieder Geld für Heizungstausch beantragen kann

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Sanierungsförderung 2026: Wer jetzt wieder Geld für Heizungstausch beantragen kann

Für 2027 stellt die Bundesregierung ein Sanierungspaket mit einer Gesamtsumme von 500 Millionen Euro bereit. Der Großteil der Mittel ist für thermisch-energetische Maßnahmen wie Gebäudedämmung und den Austausch von Fenstern vorgesehen, der restliche Teil für den Tausch fossiler Heizsysteme. Eigentümer, die ihre Sanierung bislang aufgeschoben haben, können sich damit auf neue Antragsmöglichkeiten einstellen.
Der Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder bewertet die Aufstockung der Mittel für thermisch-energetische Sanierung positiv. Laut Immobilienverbandsobmann Roman Oberndorfer ist der Anteil für thermische Sanierungen höher ausgefallen, als im Sommer erwartet worden war.
Warum war die Förderung 2026 plötzlich weg?
Im Jahr 2026 standen für thermische Sanierungen und Heizungstausch insgesamt 360 Millionen Euro zur Verfügung. Diese Mittel waren bereits zur Jahresmitte 2026 aufgebraucht, sodass viele Eigentümer monatelang keine neuen Anträge stellen konnten. Mit der Sanierungsoffensive 2027 sollen neue Anträge für den Heizungstausch ab November 2026 wieder möglich sein.
Der Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder fordert angesichts dieser Erfahrung verlässliche Rahmenbedingungen, Kontinuität und Planbarkeit für langfristige Sanierungsinvestitionen. Damit Eigentümer größere Vorhaben kalkulieren können, soll die Förderung nicht erneut abrupt enden.
Worauf sollten Eigentümer bei der Reihenfolge achten?
Der Fachverband sieht die richtige Reihenfolge der Sanierungsmaßnahmen als entscheidend an: Zuerst soll die Gebäudehülle verbessert werden, erst danach sollen Heiz- und Kühlsysteme dimensioniert werden. Eine Investition in neue Heiz- oder Kühlsysteme vor der Verbesserung der Gebäudehülle führt nach Einschätzung des Verbands zu einer unnötigen Überdimensionierung der Anlagen.
Angesichts steigender Sommertemperaturen rückt zudem außenliegender Sonnenschutz stärker in den Fokus. Die Sanierungsoffensive sieht dafür zusätzliche Förderanreize vor, was der Fachverband ausdrücklich begrüßt.
Was bedeutet das Paket für Eigentümer und Bauwirtschaft?
Für Eigentümer zählt neben der Fördersumme vor allem die Abwicklung. Die Bundesregierung plant eine Vereinfachung und Vereinheitlichung der Förderverfahren, was der Fachverband ebenfalls positiv aufnimmt.
Nach Darstellung des Holzverbandes ermöglicht der Einsatz von Holz energetische Sanierung sowie Aufstockung und Nachverdichtung, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln. Vorgefertigte Holzbauteile können laut Branchendarstellung zudem Bauzeiten verkürzen sowie Lärm- und Emissionsbelastungen während der Bauphase reduzieren.
Diese Punkte fassen die wichtigsten Eckdaten der Sanierungsoffensive 2027 zusammen:
- Gesamtvolumen aufgeteilt auf Sanierung und Heizungstausch.
- 321 Millionen Euro für Dämmung und Fenstertausch, 179 Millionen Euro für den Heizungswechsel.
- Zusätzliche Förderanreize für außenliegenden Sonnenschutz.
- Angekündigte Vereinfachung der Förderverfahren.
Tipps für Eigentümer, Käufer und Investoren
Wer eine Sanierung plant, sollte die neue Antragsmöglichkeit für den Heizungstausch nicht aufschieben, da die Mittel 2026 bereits zur Jahresmitte aufgebraucht waren. Vor der Heizungsentscheidung lohnt sich laut Fachverband zuerst der Blick auf Dämmung und Fenster, damit die neue Heizanlage nicht überdimensioniert geplant wird.
Eigentümer mit Südausrichtung sollten die neuen Fördertöpfe für außenliegenden Sonnenschutz prüfen. Wer ein Holzbauunternehmen beauftragt, kann von kürzeren Bauzeiten bei vorgefertigten Bauteilen profitieren.








