Schimmel vermeiden in der Wohnung: Warum die 20-50-Regel jetzt wichtig wird

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Schimmel vermeiden in der Wohnung: Warum die 20-50-Regel jetzt wichtig wird

In der kalten Jahreszeit steigt das Risiko für Schimmel in Wohnungen deutlich, weil falsches Heizen und unzureichendes Lüften zusammentreffen. Mieter und Eigentümer können mit der sogenannten 20-50-Regel gegensteuern: 20 Grad Celsius Raumtemperatur und 50 % Luftfeuchtigkeit gelten als Orientierungswerte für ein gesundes Raumklima.
Die Regel ist bewusst einfach gehalten, damit sie sich im Alltag ohne großen Aufwand umsetzen lässt. Wer die beiden Werte im Blick behält, verringert die Gefahr, dass sich Feuchtigkeit an kalten Wänden oder Fenstern niederschlägt und dort Schimmel bildet.
Heizen und Lüften im Alltag
Die 20 Grad Celsius gelten als praktikabler Mittelwert für Wohnräume im Winter. Entscheidend ist dabei, dass Temperatur und Luftfeuchtigkeit zusammen betrachtet werden: Bei niedrigeren Temperaturen sollte die Luftfeuchtigkeit entsprechend geringer ausfallen, bei höheren Temperaturen darf sie leicht ansteigen.
Damit ist die 20-50-Regel keine starre Vorgabe, sondern ein Orientierungsrahmen. Wer im Schlafzimmer bewusst kühler heizt, muss dort also auch die Luftfeuchtigkeit stärker im Auge behalten als im beheizten Wohnzimmer.
Hygrometer richtig einsetzen
Um die Werte überhaupt verlässlich zu kennen, braucht es ein Hygrometer. Das Gerät misst sowohl Temperatur als auch Luftfeuchtigkeit und macht die Kontrolle der Raumklimawerte erst möglich. Viele Modelle markieren den optimalen Bereich zusätzlich farblich, sodass sich Abweichungen auf einen Blick erkennen lassen.
Der Standort des Hygrometers entscheidet jedoch darüber, wie genau die Messung ausfällt. Direkt an Außenwänden oder Fenstern platzierte Geräte liefern verzerrte Werte, ebenso wenn sie zu nah an der Heizung stehen.
Der richtige Standort
Auch Vorhänge vor dem Messinstrument können das Ergebnis verfälschen, genauso wie direkte Sonneneinstrahlung. Als ideal gilt deshalb ein freier, neutraler Platz irgendwo im Raum, fernab von Wärmequellen, Fenstern und Verdunklungen.
Wer das Hygrometer an einer solchen Stelle aufstellt, erhält Werte, die das tatsächliche Raumklima widerspiegeln und sich mit den Richtwerten der 20-50-Regel vergleichen lassen.








