Briefkastenanlage am Haus: Diese drei Montagearten entscheiden über den Wandausschnitt

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Briefkastenanlage am Haus: Diese drei Montagearten entscheiden über den Wandausschnitt

Wer am Einfamilienhaus eine Briefkastenanlage nachrüsten oder neu planen will, steht vor einer Grundsatzfrage: Soll der Briefkasten auf die Fassade montiert, bündig in die Wand eingelassen oder als Durchwurf von außen nach innen gebaut werden? Der Hersteller KNOBLOCH nennt dafür drei Montagearten mit jeweils eigenen baulichen Anforderungen.
Für Eigentümer und Bauherren ist die Entscheidung mehr als eine Geschmacksfrage. Sie bestimmt, ob ein größerer Wandausschnitt nötig wird, welche Leitungen verlegt werden müssen und ob sich die Anlage noch nachträglich einbauen lässt oder bereits in die Fassadenplanung eines Neubaus gehört.
Welche Montagearten gibt es für eine Briefkastenanlage am Haus?
Nach Angaben von KNOBLOCH stehen drei Varianten zur Wahl, die sich in Aufwand und Einsatzbereich deutlich unterscheiden.
- Bei der Aufputz-Montage wird die Anlage direkt an der Hauswand befestigt und braucht keinen größeren Wandausschnitt, weshalb sie sich laut Hersteller besonders für bestehende Gebäude und nachträgliche Installationen eignet.
- Bei der Unterputz-Montage verschwindet die Anlage weitgehend in der Fassade, sichtbar bleiben nur die Front und gegebenenfalls ein flacher Abdeckrahmen.
- Beim Mauerdurchwurf wird die Post von außen eingeworfen und im Gebäudeinneren entnommen, der Einwurf erfolgt also durch die Wand hindurch.
- Steht keine passende Wand zur Verfügung oder soll zusätzlich auch Paketzustellung möglich sein, hat KNOBLOCH mit der freistehenden KNOBOX eine Lösung im Angebot, bei der sich je nach Ausführung Briefkasten, Paketfach und Gegensprechanlage in einem Gerät vereinen.
Unterputz- und Mauerdurchwurf-Anlagen sollten laut Hersteller frühzeitig geplant werden, da Wandaufbau, Einbautiefe und benötigte Leitungen berücksichtigt werden müssen. Bei Neubauten lassen sich diese Varianten direkt in die Fassadenplanung einbinden, im Bestand bietet sich dagegen häufig die Aufputz-Ausführung an, weil sie ohne großen Wandausschnitt auskommt.
Welche Normen und Funktionen muss die Anlage erfüllen?
Ausführungen nach der Norm DIN EN 13724 müssen festgelegte Anforderungen an Einwurfgröße, Feuchtigkeitsschutz und Entnahmesicherheit erfüllen. Die Norm regelt außerdem den Schutz der eingeworfenen Post, und geöffnete Klappen oder Türen dürfen keine Zugänge versperren.
Neben dem reinen Posteinwurf lassen sich je nach Modell weitere Funktionen in die gemeinsame Front integrieren: Klingeltaster, Namensschilder sowie Audio- und Videosprechanlagen. Projektabhängig sind laut Hersteller auch Komponenten zur Zutrittskontrolle möglich.
Als Materialien stehen gebürsteter Edelstahl und pulverbeschichtetes Stahlblech zur Wahl, farblich reicht die Auswahl von Verkehrsweiß bis zu weiteren RAL-Tönen, sodass sich die Anlage auf die Fassade abstimmen lässt.
Wer steht hinter den Anlagen?
Seit dem Jahr 1869 stellt die Firma KNOBLOCH an deutschen Standorten Briefkästen, komplette Briefkastenanlagen und Paketboxen her. Es handelt sich um ein Familienunternehmen mit Sitz in Sachsen, das nach eigenen Angaben rund 200 Mitarbeiter beschäftigt.
Vor der Montage empfiehlt der Hersteller, Bedienhöhe, Wandaufbau, verfügbare Breite und Leitungsverläufe zu prüfen. Wer Front, Namensschilder und Bedienelemente aufeinander abstimmt, erhält laut Hersteller eine einheitliche Eingangsgestaltung am Haus.








