Startups in Deutschland: Jedes vierte Unternehmen verzichtet wegen KI auf neue Jobs

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Startups in Deutschland: Jedes vierte Unternehmen verzichtet wegen KI auf neue Jobs

Jedes vierte deutsche Tech-Startup hat im vergangenen Jahr wegen künstlicher Intelligenz auf Neueinstellungen verzichtet. Das geht aus einer Befragung von Bitkom Research unter deutschen Tech-Startups hervor. Die Erhebung erfolgte laut Bitkom nicht repräsentativ, zeigt aber ein uneinheitliches Bild der Branche.
Die Zahlen im Detail
27 % der befragten Unternehmen gaben an, wegen KI keine neuen Mitarbeiter eingestellt zu haben. 7 % bauten sogar Stellen ab. Gleichzeitig stellte rund jedes sechste Startup wegen des KI-Einsatzes zusätzliches Personal ein. Die Hälfte der Befragten berichtete, dass künstliche Intelligenz in den vergangenen zwölf Monaten keinerlei Einfluss auf den Personalbedarf hatte. Alle befragten Startups setzen KI mittlerweile in ihren Geschäftsprozessen ein.
Teams werden kleiner
Die durchschnittliche Teamgröße ist spürbar gesunken. 2024 beschäftigte ein Tech-Startup im Schnitt noch 15 Mitarbeiter, 2025 waren es 13. Aktuell liegt der Durchschnitt bei 12 Beschäftigten, bei im Schnitt einer offenen Stelle je Unternehmen. Der Rückgang über zwei Jahre fällt damit deutlich aus, auch wenn die Umfrage keine einzelne Ursache dafür benennt.
Erwartungen für die kommenden Monate
Trotz der schrumpfenden Teams blicken viele Gründer optimistisch nach vorn: 62 % der Startups erwarten für das laufende Jahr steigende Beschäftigtenzahlen. Gleichzeitig planen 28 % der Unternehmen, wegen KI auch künftig auf Neueinstellungen zu verzichten, während etwa jedes fünfte Unternehmen zusätzliches Personal wegen KI einstellen will.
Nur 2 % rechnen mit geplantem Stellenabbau durch KI, und 47 % gehen davon aus, dass künstliche Intelligenz ihren Personalbedarf in den kommenden zwölf Monaten nicht verändern wird.
Regeln für KI im Recruiting
Nach Angaben der EU-Kommission zählen KI-Systeme für Stellenausschreibungen, Bewerbungsanalyse und Kandidatenbewertung zu den Hochrisiko-Anwendungen. Die entsprechenden Vorschriften gelten ab dem 2. Dezember 2027.
Bis dahin übernimmt künstliche Intelligenz in Startups typischerweise einzelne Aufgaben und keine kompletten Rollen, wie es in der Auswertung zur Umfrage heißt. Rollen mit Kundennähe, Urteilsvermögen und Verantwortung sollen demnach bewusst mit Menschen besetzt bleiben.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.








