Mietpreise in deutschen Großstädten erreichen 17,98 Euro: Warum viele aufs Land ziehen

Diese Wohnungsgrößen sind bei Mietern am beliebtesten
Die besten Jobs in Leibnitz – Partl Bau ist ganz vorne dabei
Diese Vorteile bieten Generalunternehmer wie Partl Bau
Mietpreise in deutschen Großstädten erreichen 17,98 Euro: Warum viele aufs Land ziehen

Die Mietpreise in deutschen Großstädten haben im ersten Halbjahr 2026 ein neues Niveau erreicht. In acht Metropolen lag die mittlere Angebotsmiete bei 17,98 Euro je Quadratmeter. Für viele Haushalte wird Wohnen in der Stadt damit zur Belastung – und zum Grund, aufs Land zu ziehen.
Die Entwicklung zieht sich seit Jahren durch den deutschen Wohnungsmarkt: Erst stiegen die Preise vor allem in den Metropolen rasant, inzwischen erreicht die Welle auch Mittelstädte und ländliche Landkreise. Wer die Zahlen kennt, versteht, warum der Umzug aufs Land für immer mehr Menschen zur Option wird.
Wie teuer ist Wohnen in deutschen Großstädten wirklich?
Beim Mietspiegel führt München mit der höchsten Durchschnittsmiete im bundesweiten Vergleich. Dahinter folgen Frankfurt am Main, Freiburg im Breisgau, Stuttgart und Hamburg auf den vorderen Plätzen der teuersten Städte. Am unteren Ende liegen Chemnitz, Salzgitter und Gelsenkirchen mit den günstigsten Mieten.
Der Abstand zwischen Stadt und Land übersteigt dabei oft zehn Euro je Quadratmeter. Besonders niedrige Mietpreise finden sich vor allem in sächsischen und thüringischen Städten: Dort steht überdurchschnittlich viel Wohnraum leer, sodass das Angebot oft größer ausfällt als die Nachfrage.
Warum steigen die Mieten in den Metropolen so stark?
Über fünf Jahre stiegen die Mieten in den acht größten Metropolen laut Angaben des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung durchschnittlich um fünf Prozent pro Jahr. Spitzenreiter war Berlin mit 8,4 % jährlich, gefolgt von Leipzig mit acht Prozent.
Zuletzt hat sich das Tempo laut JLL etwas verlangsamt: Im ersten Halbjahr 2026 lag das Mietwachstum in Metropolen im Median bei 3,0 %, nach 6,8 % im Jahr 2025. Trotzdem zeigen einzelne Städte weiterhin deutliche Ausschläge: In Köln stiegen die Angebotsmieten im zweiten Quartal 2026 laut Kiel Institut um 6,0 %, in Hamburg um 5,1 %. In Berlin sanken sie im selben Zeitraum dagegen nur geringfügig, um weniger als einen Prozentpunkt.
- Neue Mietverträge liegen bundesweit deutlich über den Bestandsmieten, wie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung feststellt.
- In Großstädten liegen die Mieten laut Bundesregierung heute 43 % über dem Niveau von vor zehn Jahren.
- In Berlin betrug der Mietanstieg über zehn Jahre laut Bundesregierung 69 %, in Leipzig lag er bei fast zwei Dritteln.
- Der Preisanstieg macht auch vor mittelgroßen Städten nicht halt: Von 120 untersuchten Mittelstädten verzeichneten 97 binnen vier Jahren ein Mietplus von zehn Prozent oder mehr.
Was bedeutet das für Mieter, die aufs Land ziehen?
Wer dem hohen Mietniveau der Großstädte entkommen will, findet auf dem Land zwar meist niedrigere Quadratmeterpreise – doch auch dort ziehen die Mieten an. Laut JLL stieg die Miete in Landkreisen in der ersten Jahreshälfte 2026 um 4,8 % gegenüber dem Vorjahr. Besonders deutlich zeigt sich das im Landkreis Cloppenburg, wo die Angebotsmiete laut BBSR von 6,80 Euro im Jahr 2020 auf 8,96 Euro im Jahr 2025 gestiegen ist.
Die durchschnittliche Angebotsmiete in B-, C- und D-Städten lag laut ImmoScout24 zuletzt bei 9,92 Euro je Quadratmeter – deutlich unter dem Metropolenwert von 17,98 Euro. Für Haushalte mit knappem Budget, etwa Bezieher von Grundsicherung, bleibt die Kluft trotzdem groß: Der monatliche Regelbedarf für Alleinstehende liegt 2026 unverändert bei 563 Euro, während die Wohnkosten in Großstädten davon einen stetig wachsenden Anteil verschlingen.
Wie geht es mit den Mieten weiter?
Die Zahlen deuten darauf hin, dass sich der Preisdruck von den teuersten Metropolen zunehmend in Mittelstädte und Landkreise verlagert. In München, Frankfurt und Berlin ziehen die Mieten dem Mietspiegel zufolge weiter an, während sie in zahlreichen strukturschwachen ostdeutschen Regionen stagnieren oder sogar fallen.
Wer heute auf der Suche nach einer bezahlbaren Wohnung ist, findet die größten Preisunterschiede damit weiterhin zwischen wachsenden Großstädten und ländlichen Regionen mit hohem Leerstand.








