Solarpflicht in NRW: Wer bei der Dachsanierung jetzt noch Fördergeld bekommt

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Solarpflicht in NRW: Wer bei der Dachsanierung jetzt noch Fördergeld bekommt

Seit Jahresbeginn 2026 gilt in Nordrhein-Westfalen eine gesetzliche Pflicht zur Installation von Photovoltaikanlagen bei jeder Dachsanierung eines Wohngebäudes. Trotz dieser Vorgabe sank die Zahl neuer PV-Anlagen bei den Stadtwerken Duisburg im ersten Halbjahr spürbar. Wer jetzt saniert, braucht neben der Pflichtanlage häufig auch einen Antrag auf Klimaförderung, um die zusätzlichen Kosten zu stemmen.
Solarpflicht seit Januar
Die Pflicht gilt unabhängig von der Gebäudegröße. Die Stadtwerke Duisburg meldeten für das erste Halbjahr 2026 insgesamt 1.340 neue Anlagen – 216 weniger als im Vorjahreszeitraum, ein Minus von 14 %.
Im Jahr 2025 waren noch 37,74 Millionen Kilowattstunden Solarstrom in das Duisburger Verteilnetz eingespeist worden, ein Plus von 22 % gegenüber dem Jahr davor. Der aktuelle Rückgang bei neuen Anlagen zeigt, dass Pflicht allein noch keine Nachfrage garantiert, wenn Fördergeld fehlt.
Förderung für Ladepunkte
Für Eigentümer, die zusätzlich eine Lademöglichkeit für Elektroautos einrichten wollen, gibt es ein Bundesprogramm: Die Bundesregierung hat ein Förderprogramm für den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern mit einem Gesamtvolumen von 500 Millionen Euro gestartet.
Das betrifft vor allem Eigentümergemeinschaften und Vermieter, die Wallboxen in Mehrfamilienhäusern nachrüsten möchten. Die Stadtwerke Duisburg betreiben im Stadtgebiet bereits 478 Ladepunkte an 191 Standorten, und die Nutzung ist im ersten Halbjahr 2026 sowohl bei den Ladevorgängen als auch bei der geladenen Strommenge gestiegen.
Fernwärme fürs Dichterviertel
Nicht jeder muss für die Wärmewende selbst zur Kasse gebeten werden: In bestimmten Lagen kommt der Anschluss von außen. Im Obermarxloher Dichterviertel sollen in den kommenden Jahren über 370 Gebäude mit annähernd 1.700 Wohnungen an das Fernwärmenetz der Stadt Duisburg angeschlossen werden.
Nach Angaben der Stadtwerke Duisburg sollen etwa 5.000 Menschen von dieser ressourcenschonenden Wärmeversorgung profitieren. Für die betroffenen Eigentümer entfällt damit eine eigene Heizungssanierung, sobald der Netzanschluss steht.
Geothermie und Firmenklima
Parallel dazu fließt Fördergeld in die Erschließung neuer Wärmequellen: Die Stadtwerke Duisburg erhalten vom Land Nordrhein-Westfalen eine Förderung für eine Erkundungsbohrung zur Tiefengeothermie. Der Versorger verfolgt damit das Vorhaben, seine Energieerzeugung bis zum Jahr 2035 vollständig ohne CO₂-Ausstoß zu gestalten.
Dass Förderanträge für Klimaschutz nicht nur Privatleute, sondern auch Unternehmen bewegen, zeigt das KfW-Klimabarometer 2025: Mehr als 70 % der befragten Unternehmen geben an, mit Klimaschutzinvestitionen vor allem ihre Energiekosten senken zu wollen.








