Bauträger-Insolvenz in Vorarlberg: Was mit den Liegenschaften von Müller Wohnbau jetzt passiert

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Bauträger-Insolvenz in Vorarlberg: Was mit den Liegenschaften von Müller Wohnbau jetzt passiert

Die Müller Wohnbau GmbH aus Altach hat beim Landesgericht Feldkirch ein Konkursverfahren angemeldet. Die Gesamtverbindlichkeiten belaufen sich auf rund 9,8 Millionen Euro, davon entfallen etwa 9,7 Millionen Euro auf Bankverbindlichkeiten. Die Insolvenz des Bauträgers in Vorarlberg betrifft derzeit keine Beschäftigten mehr, wirft aber Fragen zu offenen Liegenschaften und zum weiteren Ablauf für Gläubiger auf.
Vorausgegangen war die Insolvenz der Schwestergesellschaft Müller Bau GmbH & Co KG im März 2026. Nach deren Konkursverfahren stellte die Müller Wohnbau GmbH ihre operative Tätigkeit ein. Zuvor hatte sich die Firma als regionaler Bauträger darauf konzentriert, Grundstücke zu erwerben, darauf Häuser und Wohnungen zu errichten und diese schlüsselfertig an Käufer zu übergeben.
Warum ist der Bauträger insolvent gegangen?
Als Gründe für die Insolvenz nennt die Müller Wohnbau GmbH eine rückläufige Nachfrage am Wohnungsmarkt sowie gestiegene Zinsen und Fremdfinanzierungskosten. Das Vermögen des Unternehmens besteht überwiegend aus Liegenschaften und Liegenschaftsanteilen, die größtenteils fremdfinanziert und hypothekarisch belastet sind. Eine positive Fortbestehensprognose hält das Unternehmen nach eigenen Angaben nicht mehr für darstellbar.
Was passiert mit den Immobilien und Grundstücken?
Weder eine Fortführung des Betriebs noch Sanierungsmaßnahmen sind vorgesehen. Die Geschäftsführung hat der Schließung des Unternehmens ausdrücklich zugestimmt, eine Unternehmensfortführung wird nicht angestrebt. Als Insolvenzverwalterin wurde die Rechtsanwältin Dr. Eva Müller bestellt, die sich um die Verwertung der verbliebenen Liegenschaften und um die Abwicklung der Forderungen kümmert.
Was müssen Gläubiger jetzt wissen?
Für die insgesamt 20 Gläubiger der Müller Wohnbau GmbH gelten feste Fristen im Konkursverfahren. Die wichtigsten Eckpunkte im Überblick:
- Forderungen können bis zum 30. November 2026 beim Landesgericht Feldkirch angemeldet werden.
- Die erste Prüfungstagsatzung findet am 14. Dezember 2026 am Landesgericht Feldkirch statt.
- Die Passiva betragen laut Insolvenzverwaltung rund 9,83 Millionen Euro.
- Rund 9,7 Millionen Euro der Verbindlichkeiten entfallen auf Bankkredite.
Das Unternehmen beschäftigt aktuell keine Arbeitnehmer mehr, sodass von der Insolvenz keine laufenden Lohnforderungen betroffen sind. Für Gläubiger und Geschäftspartner bedeutet das Verfahren vor allem, die Anmeldefrist einzuhalten, da später angemeldete Forderungen im Verfahren schlechter gestellt werden können.








