Finanzierung in Deutschland: Haushalte gewinnen 335 Milliarden Euro an Vermögen

Diese Wohnungsgrößen sind bei Mietern am beliebtesten
Die besten Jobs in Leibnitz – Partl Bau ist ganz vorne dabei
Diese Vorteile bieten Generalunternehmer wie Partl Bau
Finanzierung in Deutschland: Haushalte gewinnen 335 Milliarden Euro an Vermögen

Die Finanzbestände privater Haushalte in Deutschland sind im zweiten Quartal 2026 auf 9.831 Milliarden Euro gestiegen. Gegenüber dem Vorquartal bedeutet das ein Plus von 335 Milliarden Euro, wie die Deutsche Bundesbank mitteilt. Ein erheblicher Teil des Zuwachses stammt nicht aus neuem Sparen, sondern aus Bewertungseffekten an den Finanzmärkten.
Kapitalmärkte treiben die Vermögenszuwächse
Nach Angaben der Bundesbank trugen Bewertungseffekte an den Finanzmärkten 258 Milliarden Euro zum Vermögenszuwachs bei. Allein Kursgewinne an den Kapitalmärkten machten davon 202 Milliarden Euro aus, weitere 48 Milliarden Euro entfielen auf Bewertungsgewinne bei Versicherungs- und Altersvorsorgeansprüchen.
Daneben legten private Haushalte aktiv Geld an: Die Finanzforderungen nahmen um 77 Milliarden Euro zu, unter anderem durch den Nettoerwerb von Investmentfondsanteilen im Umfang von 33 Milliarden Euro und von Schuldverschreibungen im Wert von 7 Milliarden Euro.
Wohlhabende Haushalte profitieren deutlich stärker
Die reale Gesamtrendite auf Finanzbestände aller Haushalte stieg demnach im Jahresverlauf auf rund 3,2 %. Diese Zahl verdeckt allerdings eine klare Spaltung: Die wohlhabendsten 10 % der Haushalte verzeichneten deutlich höhere positive Renditen auf Aktien und Investmentfondsanteile. Die ärmere Hälfte der Haushalte kam dagegen trotz leichter Verbesserung weiterhin auf eine negative reale Rendite von etwa -0,7 %.
Schulden der Haushalte wachsen langsamer als das Vermögen
Parallel zum Vermögenszuwachs stiegen die Verbindlichkeiten privater Haushalte auf 2.192 Milliarden Euro. Haushalte nahmen demnach zusätzliche Kredite in Höhe von 12 Milliarden Euro auf, überwiegend bei inländischen Banken. Da das Vermögen stärker wuchs als die Schulden, sank die Schuldenquote privater Haushalte leicht auf 47,5 %. Unter dem Strich stiegen die Nettofinanzbestände um 324 Milliarden Euro auf 7.639 Milliarden Euro.
Unternehmen setzen stärker auf Kredite und Anleihen
Auch Unternehmen in Deutschland finanzierten sich im zweiten Quartal 2026 kräftig von außen: Die externe Finanzierung summierte sich demnach auf 77 Milliarden Euro. Davon entfielen 39 Milliarden Euro auf neu aufgenommene Kredite und 14 Milliarden Euro auf ausgegebene Schuldverschreibungen.
Das zeigt, dass Fremdkapital für Unternehmen in Deutschland weiterhin eine wichtige Finanzierungsquelle bleibt, während gleichzeitig private Haushalte ihr Vermögen über Kapitalmärkte mehren.








