Wohnungsbrand in Krefeld: 20 Bewohner müssen mitten in der Nacht raus

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Wohnungsbrand in Krefeld: 20 Bewohner müssen mitten in der Nacht raus

In Krefeld-Inrath hat ein Großbrand in einem Gewerbebetrieb in der Nacht zum 4. November 2026 zur Evakuierung eines angrenzenden Mehrfamilienhauses geführt. Die Feuerwehr traf den Betrieb bereits in Vollbrand an. Rund 20 Bewohnerinnen und Bewohner des Nachbarhauses wurden vorübergehend in einem Bus der Stadtwerke Krefeld untergebracht, verletzt wurde niemand.
Für Mieter und Eigentümer in der Nachbarschaft bedeutet der Einsatz vor allem eines: Ein Wohnungsbrand in der direkten Umgebung kann auch unbeteiligte Gebäude zur vorsorglichen Räumung zwingen, selbst wenn das Feuer selbst nicht übergreift.
Rund 80 Einsatzkräfte kämpfen gegen den Brand
Die Feuerwehr Krefeld wurde gegen 04:42 Uhr alarmiert. Am Löscheinsatz waren nach ihren Angaben etwa 80 Einsatzkräfte beteiligt. Im Einsatz standen beide Wachen der Berufsfeuerwehr Krefeld sowie zahlreiche Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Krefeld. Zusätzlich rückten überörtliche Kräfte aus Meerbusch, Duisburg und von der Werkfeuerwehr Chempark an.
Weil ein Großteil der eigenen Mannschaft im Einsatz war, besetzten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr die verwaisten Feuerwachen, um den Grundschutz in der Stadt sicherzustellen. Die Feuerwehr Krefeld meldete erhebliche und dynamische Rauchentwicklung über dem Brandort.
Schulen und Kitas reagieren auf die Rauchentwicklung
Wegen der Rauchgasentwicklung im Gebäudeinneren blieb der Schulbetrieb am Gymnasium Horkesgath am 4. November 2026 ausgesetzt. Kindertageseinrichtungen im betroffenen Bereich blieben dagegen geöffnet: Die Kinder wurden dort in Innenräumen betreut, Eltern konnten ihre Kinder nach Angaben der Stadt Krefeld jederzeit abholen.
Die unterschiedliche Reaktion zeigt, wie kleinteilig Behörden bei einem Großbrand entscheiden müssen: Ein Schulgebäude in der Nähe der Rauchwolke wurde geschlossen, Kitas im selben Bereich konnten mit angepasster Betreuung weiterlaufen.








