Vivihouse-Versteigerung in Wien: Warum das 75-Quadratmeter-Haus ohne Grundstück verkauft wird

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Vivihouse-Versteigerung in Wien: Warum das 75-Quadratmeter-Haus ohne Grundstück verkauft wird

Bis zum 7. Dezember 2026 läuft die Versteigerung des Vivihouse, eines modularen Holzrahmenhauses. Entstanden ist das Gebäude an der TU Wien als Forschungs- und Demonstrationsobjekt, das nun ohne dazugehöriges Grundstück im Rahmen eines Bieterverfahrens versteigert wird.
Organisiert wird die Vivihouse-Versteigerung von der TU Wien gemeinsam mit dem Vivihouse-Verein für das 75 Quadratmeter große Holzrahmenhaus. Aktuell befindet sich das Haus im Wiener Stadtentwicklungsgebiet Donaufeld, wobei die Konstruktion von Anfang an darauf ausgelegt wurde, an einem anderen Ort erneut aufgebaut zu werden.
Was macht das Vivihouse zu einem ungewöhnlichen Kaufobjekt?
Anders als klassische Fertighäuser wurde das Vivihouse in modularer Holzrahmenbauweise verwirklicht. Das Bausystem ist weitgehend demontier- und wiederverwendbar, das erworbene Gebäude darf laut Versteigerungsbedingungen mehrfach ab- und wieder aufgebaut werden. Für Käufer, die ein alternatives, mobiles Wohnkonzept suchen, ist das ein zentrales Argument, denn das Haus lässt sich im Prinzip an wechselnde Standorte mitnehmen.
Welche Bedingungen gelten für den Kauf?
Wer das Vivihouse ersteigert, erwirbt damit nicht automatisch das Recht, es nachzubauen. Dieses Recht wird laut Versteigerungsbedingungen nicht mitverkauft, ein Nachbau ist ausdrücklich ausgeschlossen. Käufer bekommen also genau dieses eine, bestehende Gebäude, nicht die Baupläne für weitere Exemplare.
Wichtig ist zudem der Zeitdruck: Die aktuelle Stellfläche im Donaufeld muss bis zum 30. April 2027 freigemacht werden. Wer zuschlägt, muss sich also rasch um Abbau, Transport und einen neuen Standort kümmern.
Was bedeutet das für Käufer mit alternativen Wohnideen?
Für Interessenten an Modulhäusern oder mobilen Wohnkonzepten ist die Vivihouse-Versteigerung ein seltener Zugang zu einem fertig errichteten Forschungsbau der TU Wien, statt zu einer bloßen Bauanleitung. Entscheidend ist dabei, dass der Kaufpreis allein das Gebäude betrifft: Grundstück, Abbau, Transport und Wiederaufbau an einem neuen Ort organisieren Käufer selbst.
- Wer mitbietet, sollte bereits ein eigenes Grundstück für den Wiederaufbau im Blick haben.
- Da das Nachbaurecht nicht mitverkauft wird, erhalten Käufer ausschließlich das bestehende Gebäude, keine Baupläne für weitere Häuser.
- Die Demontage und der Abtransport sollten so geplant werden, dass die Stellfläche im Donaufeld rechtzeitig frei wird.
- Da das Bausystem mehrfach ab- und wiederaufbaubar ist, lohnt sich die Überlegung, ob das Haus künftig noch an weitere Standorte umgesetzt werden soll.








