Hitzewellen beim Wohnen: Forscher warnen vor deutlich stärkeren Extremen

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Hitzewellen beim Wohnen: Forscher warnen vor deutlich stärkeren Extremen

Ein Forschungsteam der Freien Universität Berlin warnt, dass künftige Hitzewellen deutlich intensiver ausfallen könnten als bisherige Rekordereignisse. Das hat Folgen für das Wohnen, denn Gebäude und Wohnungen müssen mit höheren Temperaturen zurechtkommen als in der Vergangenheit. Grundlage der Warnung ist eine Analyse von 22 außergewöhnlichen Hitzewellen.
Hitzewellen weltweit ausgewertet
Die Forscherinnen und Forscher der Freien Universität Berlin haben die Ereignisse aus den Jahren 2010 bis 2023 untersucht. Die Ereignisse traten in Europa, Australien, China, Indien, Pakistan, Nordafrika, dem Nahen Osten sowie in Nord- und Südamerika auf. Damit deckt die Untersuchung Regionen auf mehreren Kontinenten ab, in denen Hitzewellen bereits heute zu den extremsten gehören, die je gemessen wurden.
Die Ergebnisse der Analyse sind in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht worden. Das unterstreicht, dass es sich um eine wissenschaftlich begutachtete Studie handelt und nicht um eine vorläufige Einschätzung.
Warum künftige Extreme bisherige Rekorde übertreffen
Nach Einschätzung des Forschungsteams der Freien Universität Berlin wird ein erheblicher Anteil künftiger Hitzewellen selbst die außergewöhnlichen Ereignisse der vergangenen Jahre übertreffen. Das bedeutet: Hitzewellen, die heute noch als historische Ausreißer gelten, könnten in Zukunft zur neuen Normalität werden oder sogar unterboten erscheinen, gemessen an dem, was noch kommt.
Für Eigentümer bedeutet das mittelfristig möglicherweise zusätzlichen Investitionsbedarf, für Mieter stellt sich die Frage, wie gut die eigene Wohnung bereits auf heiße Sommer vorbereitet ist.
Was das für Gebäude und Wohnen bedeutet
Wenn Hitzewellen intensiver und womöglich häufiger auftreten, rückt die Frage nach dem Hitzeschutz von Wohngebäuden stärker in den Fokus. Dazu zählen bauliche Maßnahmen wie Verschattung, Dämmung und Durchlüftung ebenso wie die Wahl von Materialien, die sich weniger stark aufheizen. Auch Dach- und Fassadenbegrünung kann dazu beitragen, Innenräume kühler zu halten.








