Lüneburg: Wohnraum Niedersachsen kauft 69 geförderte Wohnungen im Hanseviertel

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Lüneburg: Wohnraum Niedersachsen kauft 69 geförderte Wohnungen im Hanseviertel

Die landeseigene Gesellschaft Wohnraum Niedersachsen übernimmt im Rahmen eines Forward Deals 69 öffentlich geförderte Wohnungen, die Nord Project im Lüneburger Stadtteil Neu Hagen errichtet. Insgesamt entstehen rund 4.500 Quadratmeter Wohnfläche, die Fertigstellung ist laut Nord Project für Mitte 2028 geplant.
- 69 geförderte Wohnungen im Lüneburger Hanseviertel, Baubeginn auf einem rund 4.420 Quadratmeter großen Grundstück
- Mieten von 6,90 bzw. 8,40 Euro je Quadratmeter, deutlich unter dem freien Markt
- Mietpreisbindung über mindestens 30 Jahre, Bau im Energieeffizienzstandard EH 40
- Für Wohnraum Niedersachsen das neunte Projekt an acht Standorten in Niedersachsen
69 Wohnungen in Lüneburg: Wohnraum Niedersachsen sichert sich das Hanseviertel-Projekt
Im Stadtteil Neu Hagen befindet sich das Baugrundstück an der Kreuzung von Adolph-Kolping-Straße und Horst-Nickel-Straße, es umfasst etwa 4.420 Quadratmeter. Die Baugenehmigung liegt bereits vor, als Generalunternehmer wurde Goldbeck beauftragt. Neben den Wohnungen entstehen rund 290 Quadratmeter Gewerbefläche, die im Bestand von Nord Project verbleiben. Nord Project investiert nach eigenen Angaben einen zweistelligen Millionenbetrag in das Vorhaben.
Nach dem Ankauf wächst das kaufvertraglich gebundene Portfolio von Wohnraum Niedersachsen auf neun Projekte an acht Standorten im Land. Das teilte Geschäftsführer Michael Molz mit.
Die Lage am Markt: Lüneburg will bis 2040 rund 3.500 neue Wohnungen schaffen
Die Stadt Lüneburg strebt zwischen 2021 und 2040 die Schaffung von rund 3.500 neuen Wohnungen an. Vor diesem Hintergrund steht auch das Hanseviertel-Projekt: Es soll einen Teil des angekündigten Bedarfs an bezahlbarem Wohnraum decken. Dabei tritt Nord Project keineswegs zum ersten Mal in Erscheinung: Nach eigenen Angaben des Unternehmens flossen seit 2019 über 110 Millionen Euro in geförderte Wohnbauvorhaben im Land Niedersachsen, zudem bestehen bei elf Projekten Kooperationen mit der NBank.
Warum die Mieten 40 bis 50 % unter dem freien Markt liegen
Bei den neuen Wohnungen kommen zwei unterschiedliche Mietstufen zum Tragen: Rund ein Drittel der Einheiten richtet sich an einkommensschwächere Haushalte und wird zu einem monatlichen Quadratmeterpreis von 6,90 Euro vermietet. Die übrigen, rund zwei Drittel der Wohnungen, richten sich an Haushalte mit mittlerem Einkommen und kosten 8,40 Euro je Quadratmeter. Damit liegen die Mieten nach Angaben von Nord Project rund 40 bis 50 % unter den Preisen im frei finanzierten Wohnungsbau.
Möglich macht das eine Finanzierung der NBank, die die günstigen Konditionen über mindestens 30 Jahre Mietpreisbindung absichert. Das Gebäude soll zudem im Energieeffizienzstandard EH 40 errichtet werden – nach Angaben von Nord Project verbraucht ein solches Haus nach Fertigstellung weniger als die Hälfte der Energie eines Standardhauses nach gesetzlichen Vorgaben.
Was der Kauf für Mieter, Eigentümer und Investoren in Niedersachsen bedeutet
Für Mietinteressierte in Lüneburg bedeutet das Projekt ab Mitte 2028 zusätzliches Angebot zu Konditionen deutlich unter dem lokalen Marktniveau. Für Investoren zeigt der Forward Deal, dass öffentlich geförderter Wohnungsbau in Niedersachsen weiterhin planbare Erträge bietet, solange Kommune, Landesgesellschaft und Förderbank zusammenarbeiten. Eigentümer und Projektentwickler in der Region können aus dem Ankauf ablesen, welche Standards für eine Finanzierung durch die NBank und eine Übernahme durch Wohnraum Niedersachsen erforderlich sind. Wer in Lüneburg auf eine geförderte Wohnung hofft, sollte sich frühzeitig bei der Stadt oder bei Nord Project über die Vergabekriterien informieren.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.








