MaxSolar: Copenhagen Infrastructure Partners finanziert Solarausbau mit 155 Millionen Euro

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MaxSolar: Copenhagen Infrastructure Partners finanziert Solarausbau mit 155 Millionen Euro

MaxSolar hat sich bei Copenhagen Infrastructure Partners eine Fremdkapitallinie auf Holdingebene von 155 Millionen Euro gesichert. Das Kapital ersetzt eine frühere Finanzierung aus dem Jahr 2023 und soll zugleich den Ausbau des Photovoltaik- und Batteriespeicherportfolios in Deutschland absichern.
Für die Branche ist die Transaktion ein Signal: Internationale Infrastrukturinvestoren wie Copenhagen Infrastructure Partners setzen verstärkt auf deutsche Solarunternehmen mit bestehendem Betriebsportfolio statt auf reine Projektentwicklung. Das verschafft Unternehmen wie MaxSolar planbares Kapital über mehrere Bauphasen hinweg.
Wofür nutzt MaxSolar das frische Kapital?
Nach Angaben von MaxSolar verfolgt die frische Finanzierung zwei Ziele: Zum einen werden damit bestehende Schulden auf Ebene der Holding abgelöst, zum anderen entsteht Spielraum, um das Portfolio weiter zu vergrößern. Das Geld soll demnach sowohl Bauprojekte während der Errichtungsphase absichern als auch den Zukauf einzelner Vorhaben aus der hauseigenen Projektentwicklung ermöglichen.
Der Geschäftsführer von MaxSolar, Christoph Strasser, begründet den Schritt damit, dass die Finanzierung eine langfristig zugesagte Kapitalbasis für die Projektrealisierung von der Baureife bis zur Inbetriebnahme schaffe. Die Bündelung bei einem einzelnen Finanzierungspartner vereinfache zudem eine zunehmend komplexe Unternehmensstruktur, so Strasser weiter.
Wie groß ist das Portfolio von MaxSolar bereits?
Der Finanzierung liegt ein Portfolio mit einer Gesamtkapazität von 1,3 Gigawatt zugrunde. Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:
- 912 Megawatt Photovoltaikleistung im Portfolio
- 440 Megawatt davon bereits in Betrieb
- 379 Megawatt Batteriespeicher, Standalone und als Co-Location
- 25 Megawatt Co-Location-Speicherkapazität bereits am Netz
Nach eigener Darstellung begleitet MaxSolar seine Vorhaben über den gesamten Lebenszyklus hinweg – von der ersten Planung über den Bau bis zum dauerhaften Halten im eigenen Bestand. Das Unternehmen ist an sechs Standorten in Deutschland aktiv und verfügt demnach über eine Projektpipeline von 6,5 Gigawatt – deutlich mehr, als aktuell finanziert ist.
Wer steckt hinter dem Kapitalgeber Copenhagen Infrastructure Partners?
Copenhagen Infrastructure Partners gibt an, insgesamt 15 Fonds zu managen und dabei bislang ein Kapitalvolumen von etwa 43 Milliarden Euro eingesammelt zu haben. Der Investor gilt als einer der führenden Kapitalgeber für europäische Energiewende-Projekte und legt seine Mittel vor allem in Erneuerbare, Speicher und Netze an.
Erst im März 2026 erreichte der CI Green Credit Fund II des Investors ein erstes Closing von 1,3 Milliarden Euro. Die Finanzierung von MaxSolar reiht sich damit in eine Serie größerer Kreditvergaben des Fondsmanagers an Infrastrukturunternehmen ein.
Was die Ablösung der alten Finanzierung bedeutet
Die neue Vereinbarung ersetzt eine HoldCo-Finanzierung, die MaxSolar bereits 2023 abgeschlossen hatte. Diese frühere Finanzierung hatte den Wandel des Unternehmens zum unabhängigen Stromerzeuger unterstützt. Mit der Ablösung bündelt MaxSolar seine Finanzierungsstruktur nun bei einem einzigen Partner, was laut Unternehmensführung Komplexität reduziert und künftige Kapitalabrufe erleichtert.
Tipps für Investoren und Marktbeobachter
- Bei Infrastrukturfinanzierungen auf Holdingebene prüfen, ob Mittel für Refinanzierung oder Neubau vorgesehen sind – beides wirkt sich unterschiedlich auf das Risikoprofil aus.
- Projektpipelines wie die von MaxSolar mit 6,5 Gigawatt zeigen das Ausbaupotenzial, sagen aber nichts über den Realisierungsgrad aus.
- Die Herkunft des Kapitals lohnt einen Blick: Fonds mit mehrjähriger Laufzeit wie jene von Copenhagen Infrastructure Partners bieten Unternehmen planbarere Bedingungen als kurzfristige Kredite.
- Wer den deutschen Solarmarkt beobachtet, sollte auch auf begleitende Batteriespeicherkapazitäten achten, da sie zunehmend über die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikportfolios entscheiden.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.








