Glasfaser-Ausbau: Immobilienwirtschaft beauftragt Telekom für sieben Millionen Wohnungen

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Glasfaser-Ausbau: Immobilienwirtschaft beauftragt Telekom für sieben Millionen Wohnungen

Die Immobilienwirtschaft hat die Deutsche Telekom beauftragt, insgesamt sieben Millionen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit Glasfaser zu erschließen. Auftraggeber sind unter anderem Wohnungsunternehmen, Hausverwaltungen und Entwickler von Bauprojekten. Damit rückt ein bislang unterversorgter Teil des Wohnungsbestands in den Fokus des Ausbaus.
- Sieben Millionen Wohnungen sind Teil der neuen Aufträge an die Telekom
- Die Telekom investiert zusätzlich 800 Millionen Euro in den kommenden drei Jahren
- Rund 45 Anbieter nutzen das Glasfasernetz bereits als Wholesale-Partner
- Etwa 50 Kooperationen mit regionalen Netzbetreibern und Stadtwerken laufen bundesweit
Sieben Millionen Wohnungen sind jetzt Teil des Glasfaser-Großauftrags
Für die Immobilienwirtschaft ist der Auftrag ein deutliches Signal: Glasfaser gilt inzwischen als Standardausstattung, die beim Vermieten und beim Verkauf von Wohnungen eine Rolle spielt.
Mehrfamilienhäuser liegen beim Glasfaser-Ausbau deutlich zurück
Mehrparteienhäuser machen einen Großteil des deutschen Wohnungsbestands aus. Zum Jahresende 2025 verfügte noch immer der überwiegende Teil der Wohnungen in deutschen Mehrfamilienhäusern über keinen Glasfaseranschluss.
Im Vergleich zu Ein- und Zweifamilienhäusern hinkt der Ausbau in größeren Gebäuden damit erkennbar hinterher. Genau hier setzt der neue Auftrag an die Telekom an.
Warum der Ausbau in Mehrfamilienhäusern so aufwendig ist
Mehrparteienhäuser an das Glasfasernetz anzuschließen, gilt als wesentlich komplexer als die Erschließung von Ein- und Zweifamilienhäusern. Mehrere Eigentümer, Hausverwaltungen und Leitungswege müssen koordiniert werden, bevor einzelne Wohnungen tatsächlich angeschlossen werden können.
Damit sich dieser Ablauf einfacher gestalten lässt, hat die Telekom gemeinsam mit Immobilienverbänden feste Rahmenvereinbarungen sowie Musterregelungen ausgearbeitet. Sie sollen Planung und Ausbau für Wohnungsunternehmen erleichtern.
Was der Auftrag für Mieter und Eigentümer der Wohnungen bedeutet
Für Bewohner angeschlossener Gebäude ändert sich mit dem Ausbau mehr als nur die Technik. Die Telekom stellt ihr Glasfasernetz auch anderen Telekommunikationsanbietern zur Verfügung, derzeit nutzen rund 45 nationale und regionale Anbieter das Netz als Wholesale-Partner.
Bewohner sind damit nicht ausschließlich an die Telekom gebunden, sondern können Tarife anderer Anbieter nutzen. Für Eigentümer kann ein Glasfaseranschluss zudem die Vermietbarkeit und den Wert einer Wohnung verbessern.
Die Telekom plant weitere Investitionen bis 2029
Über die bereits vorgesehenen Milliardensummen hinaus will der Konzern in den nächsten drei Jahren nochmals 800 Millionen Euro zusätzlich in den Glasfaser-Ausbau investieren. Der Investitionsschwerpunkt verschiebt sich dabei vom Zählen erschlossener Straßen und Gebäude hin zur Verfügbarkeit nutzbarer Anschlüsse bis in die einzelne Wohnung.
Deutschlandweit kooperiert die Telekom derzeit mit rund 50 regionalen Netzbetreibern, Stadtwerken und weiteren Partnern aus dem Infrastrukturbereich, um den Ausbau gemeinsam voranzubringen.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.








