Wohnungspreise in Oberösterreich: Warum 3.699 Euro unter dem Österreich-Schnitt liegen

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Wohnungspreise in Oberösterreich: Warum 3.699 Euro unter dem Österreich-Schnitt liegen

Wer in Oberösterreich eine Eigentumswohnung kauft, zahlt im Schnitt 3.699 Euro je Quadratmeter. Damit liegt das Bundesland unter dem österreichweiten Durchschnitt. Gleichzeitig zieht der gesamte Wohnungsmarkt in Österreich spürbar an.
Markt zieht an
Die Grundbuchgerichte verzeichneten im ersten Halbjahr 2026 mit 24.106 verbücherten Wohnungen eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie aus dem REMAX-ImmoSpiegel hervorgeht. Die Zahl der Verkäufe legte demnach um 25,3 % zu.
Der Umsatz aus Wohnungsverkäufen stieg auf 7,09 Milliarden Euro, nach 5,59 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum, ein Plus von 26,9 %. Wohnungen machten damit gut ein Drittel des gesamten Immobilienumsatzes aus.
Preise je Quadratmeter
Trotz der steigenden Verkaufszahlen sank der durchschnittliche Quadratmeterpreis österreichweit leicht um 1,5 % auf 4.234 Euro. In Oberösterreich liegt der Quadratmeterpreis weiterhin spürbar darunter.
Teurer, aber größer
Der durchschnittliche Wohnungspreis im Bundesmittel legte dagegen leicht zu, von 263.639 Euro auf 267.839 Euro, ein Plus von 1,6 %. Die Inflationsrate lag im selben Zeitraum bei 3,2 %, die Preisentwicklung bei Wohnungen blieb damit real hinter der Teuerung zurück.
Zugleich wuchs die durchschnittliche Größe der verbücherten Wohnungen von 67,7 auf 68,8 Quadratmeter. Größere Wohnungen bei moderat steigendem Gesamtpreis erklären, warum der Quadratmeterpreis trotz höherer Durchschnittspreise nachgab.
Weniger Neubau
Der Anteil neuer oder generalsanierter Wohnungen an allen Transaktionen ist weiter rückläufig: Er liegt aktuell bei 23,4 %, nach 37,7 % im Jahr 2021. Auch der Preisaufschlag für Erstbezugswohnungen gegenüber Bestandswohnungen ist gesunken, auf knapp die Hälfte (47,5 Prozentpunkte). Käufer greifen damit zunehmend zu Bestandsimmobilien statt zu Neubauten.
Wien treibt an
Besonders stark zeigte sich der Markt in Wien: Dort wurden im ersten Halbjahr 2026 7.043 Wohnungen verbüchert, ein Plus von 16,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der gesamte österreichweite Marktwert liegt damit nur noch 8,2 % unter dem Rekordniveau von 2022 und übertrifft bereits den Zehnjahresschnitt.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.








