Wärmepumpe-Förderung sinkt 2027: Was Eigentümer mit Kaminofen jetzt beachten müssen

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Wärmepumpe-Förderung sinkt 2027: Was Eigentümer mit Kaminofen jetzt beachten müssen

Wer seine Heizung auf eine Wärmepumpe umstellt und zusätzlich einen Kamin- oder Pelletofen einbaut, kann die Wärmepumpe Förderung über die Bundesförderung für effiziente Gebäude nutzen. Aktuell sind bei selbst genutzten Immobilien Zuschüsse von bis zu 80 % möglich. Ab dem 1. Februar 2027 sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus jedoch, sodass der Zuschuss für Nachzügler niedriger ausfällt.
Die Wärmepumpe übernimmt dabei die Grundversorgung mit Wärme im Wohngebäude, während ein Kamin- oder Pelletofen an besonders kalten Tagen zusätzliche Wärme liefert. Für Eigentümer stellt sich damit die Frage, wie hoch die Förderung derzeit ausfällt und worauf sie bei der Kombination beider Systeme achten müssen.
Wie hoch ist die Förderung für Wärmepumpe und Ofen aktuell?
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude unterstützt den Heizungstausch in bestehenden Wohngebäuden mit einer Grundförderung von 30 %. Bei selbst genutzten Immobilien kann ein Klimageschwindigkeitsbonus von derzeit 16 % hinzukommen, zusätzlich ist ein einkommensabhängiger Bonus möglich. Für die erste Wohneinheit werden dabei bis Ende Januar 2027 maximal förderfähige Kosten von 28.000 Euro berücksichtigt.
Rechenbeispiel
Bei vollständiger Ausschöpfung aller Förderanteile ergibt sich aus den förderfähigen Kosten von 28.000 Euro und einem Fördersatz von 80 % ein maximaler Zuschuss von 22.400 Euro für die erste Wohneinheit. Das ist derzeit der höchstmögliche Betrag, den Eigentümer für den Heizungstausch inklusive Ofen-Ergänzung erhalten können.
Warum sinkt der Zuschuss ab Februar 2027?
Ab dem 1. Februar 2027 sinkt der Klimageschwindigkeitsbonus auf 12 %. Gleichzeitig wird der Förderhöchstbetrag ab diesem Stichtag schrittweise gesenkt. Entscheidend ist dabei der Zeitpunkt der Antragstellung: Der Förderantrag muss vor Beginn der Heizungsaustauscharbeiten gestellt werden, wer also noch vom höheren Bonus profitieren will, sollte die Planung rechtzeitig abschließen.
Welche Öfen lassen sich mit der Wärmepumpe kombinieren?
Für die Ergänzung der Wärmepumpe stehen unterschiedliche Ofentypen zur Wahl, die sich in Betrieb und Fördermöglichkeit unterscheiden:
- Ein klassischer Kaminofen wird von Hand mit Scheitholz befeuert.
- Ein Pelletofen arbeitet automatisch mit Holzpellets aus einem integrierten Vorratsbehälter.
- Ein wasserführender Kamin- oder Pelletofen gibt einen Teil der erzeugten Energie an das zentrale Heizsystem ab.
- Erfüllt ein wasserführender Pelletofen die technischen Förderkriterien, lässt er sich in bestimmten Fällen ebenfalls staatlich fördern.
Ein Energie-Fachberater ordnete 2024 ein, dass die Leistungsfähigkeit von Luftwärmepumpen maßgeblich von Außentemperatur und gewünschtem Raumklima abhängt. Bei starkem Frost stoßen Wärmepumpen demnach an ihre Leistungsgrenzen, sodass sich automatisch ein elektrischer Heizstab zuschaltet, der Wasser und Heizung erwärmt.
Das treibt die Stromkosten spürbar nach oben, weshalb eine Ergänzung durch Kaminofen, Heizkamin oder Pelletofen bei kalten Außentemperaturen sinnvoll sein kann.
Wasserführende Kamin- oder Pelletöfen leiten das erwärmte Wasser direkt in das Heizsystem und speichern es zwischen im Pufferspeicher. Nach dem Abschalten des Ofens lässt sich dieses Wasser weiter für Warmwasser und Heizung nutzen.
Öfen können zudem parallel zu einer Solarthermie-Anlage betrieben werden, die von Mai bis September den Warmwasserbedarf decken kann, während in den kühleren Monaten ein zusätzliches Heizsystem nötig bleibt. Kaminofen, Solarthermie und Wärmepumpe lassen sich so zu einem integrierten Gesamtsystem verbinden, ein Ofen funktioniert ebenso in einer Hybridheizung mit Gas- oder Ölheizung.
Tipps für Eigentümer vor der Entscheidung
- Förderantrag stellen, bevor die Heizungsaustauscharbeiten beginnen.
- Bei wasserführenden Pelletöfen vorab prüfen, ob die technischen Förderanforderungen erfüllt sind.
- Vor dem 1. Februar 2027 entscheiden, um vom höheren Klimageschwindigkeitsbonus zu profitieren.
- Kombination mit Solarthermie oder Pufferspeicher prüfen, um Stromkosten durch den Heizstab zu senken.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.








