Letzter PV-Fördercall startet mit 38,5 Millionen Euro: Was Hausbesitzer jetzt noch bekommen

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Letzter PV-Fördercall startet mit 38,5 Millionen Euro: Was Hausbesitzer jetzt noch bekommen

Die PV-Förderung für Hausbesitzer geht in ihre letzte Runde: Im dritten und letzten EAG-Fördercall stehen 38,5 Millionen Euro für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher bereit. Wer profitieren will, muss sich rechtzeitig um ein Ticket bewerben.
Das Geld stammt nicht aus einem neuen Budget-Topf. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums handelt es sich um Restmittel aus früheren Förderrunden, die nicht oder nur teilweise abgerufen wurden. Nach dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz dürfen diese Mittel erneut vergeben werden.
Wie viel Geld steht diesmal zur Verfügung?
Ursprünglich waren für diesen Call nur 8 Millionen Euro vorgesehen. Durch die Restmittel steigt das Volumen deutlich, wie die Rechnung weiter unten zeigt. Die Ticketziehung beginnt am 8. Oktober um 17 Uhr und läuft bis zum 22. Oktober 2026. Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner betont laut Wirtschaftsministerium, dass es sich dabei nicht um zusätzliches Budget handelt, sondern um umgeschichtete Mittel.
Wie gefragt die Förderung ist, zeigt der Blick auf frühere Calls: Beim zweiten Fördercall 2026 überstieg die Zahl der Anträge das verfügbare Kontingent deutlich. Auch im Juli waren die verfügbaren Mittel laut Ministerium schnell aufgebraucht, nur ein geringer Anteil der Anträge erhielt eine Zusage.
Rechenbeispiel
Das Budget für den letzten Fördercall ist fast fünfmal so hoch wie ursprünglich geplant: 38,5 Millionen Euro geteilt durch 8 Millionen Euro ergibt den Faktor 4,8. Trotzdem bleibt die Förderung knapp: Beim zweiten Call 2026 bekam rein rechnerisch nur jeder neunte Antrag eine Zusage (3.000 von 28.000 Anträgen, rund 11 %). Wer jetzt eine Solaranlage oder einen Speicher plant, sollte die Unterlagen daher frühzeitig vorbereiten.
Was ändert sich 2027 für Hausbesitzer?
Ab 2027 plant das Wirtschaftsministerium eine Neuorganisation der Förderung. Die breite Förderung kleiner Photovoltaikanlagen soll schrittweise auslaufen, der Schwerpunkt verschiebt sich auf Stromspeicher. Die wichtigsten geplanten Änderungen:
- Ein Speichersystembonus für Speicher bei neuen Anlagen und bei der Nachrüstung bestehender Anlagen
- Ein intelligentes Energiemanagementsystem als Voraussetzung für eine Förderung
- Keine einzelnen Fördercalls mehr, sondern ein kontinuierliches, antragsbasiertes Modell nach Fertigstellung der Anlage
- Konkrete Bonushöhen und technische Kriterien werden derzeit noch ausgearbeitet
Für die nötigen gesetzlichen Änderungen ist laut Wirtschaftsministerium eine Zweidrittelmehrheit im Parlament erforderlich. Bis das neue Modell steht, bleibt der aktuelle Call die letzte Gelegenheit nach bisherigem System.
Tipps für Hausbesitzer
- Unterlagen für Photovoltaikanlage und Speicher vor dem 22. Oktober 2026 vollständig vorbereiten
- Pünktlich zur Ticketziehung um 17 Uhr bereitstehen
- Bei Nachrüstung bestehender Anlagen prüfen, ob ein Speicher förderfähig ist
- Entwicklungen zum neuen Fördersystem ab 2027 beobachten, bevor größere Investitionen aufgeschoben werden
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.








