Lauchhammer: Risse im Treppenhaus zwingen zehn Mieter aus ihrem Zuhause

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Lauchhammer: Risse im Treppenhaus zwingen zehn Mieter aus ihrem Zuhause

In Lauchhammer in Brandenburg mussten zehn Bewohner ein Mehrfamilienhaus in der Weinbergstraße verlassen, nachdem im Treppenhaus fingerbreite Risse im Mauerwerk aufgetaucht waren. Auslöser waren mehrere laute Knallgeräusche, die Zeugen am Mittwochabend gegen 21.45 Uhr am Gebäude wahrnahmen. Die Feuerwehr wurde um 22.48 Uhr alarmiert und ließ zwei Aufgänge des Hauses räumen.
Sechs Mieter kamen privat unter, vier in einer Gemeinschaftsunterkunft
Sechs der Betroffenen fanden bei Familie oder Freunden Unterschlupf, vier kamen zunächst in einer Gemeinschaftsunterkunft unter. Am Donnerstagvormittag waren noch drei Mieter im Feuerwehrgerätehaus untergebracht. Eine Wohnung musste von den Einsatzkräften aufgebrochen werden, um sicherzugehen, dass sich niemand mehr darin aufhielt.
Die Feuerwehr vermutet Setzungsrisse durch früheren Tagebau
Die Feuerwehr geht derzeit von Setzungsrissen infolge des früheren Tagebaus in der Region aus. Ob diese Vermutung zutrifft und ob die Risse tatsächlich mit den gehörten Knallgeräuschen zusammenhängen, ist bislang nicht geklärt. Auch der genaue Zeitpunkt, zu dem die Schäden im Mauerwerk entstanden sind, lässt sich derzeit nicht bestimmen.
Die Lausitz gilt wegen des jahrzehntelangen Braunkohletagebaus als Region, in der Gebäude durch Bodenbewegungen besonders gefährdet sein können. Solche Setzungsschäden treten häufig schleichend auf, bevor sich plötzlich sichtbare Risse oder Knallgeräusche zeigen.
Bürgermeister Mirko Buhr: Ziel war, kein Menschenleben zu gefährden
Bürgermeister Mirko Buhr begründete die Räumung damit, dass kein Menschenleben in Gefahr gebracht werden sollte. Das Gebäude ist inzwischen abgesperrt, eine erste Begutachtung durch Bauaufsicht, Vermieter und Stadt fand bereits am Donnerstagvormittag statt. Ein Ergebnis dazu, was die Risse verursacht hat, liegt bislang nicht vor.
Was die Räumung für die Mieter bedeutet
Für die Betroffenen bleibt vorerst unklar, wann sie in ihre Wohnungen zurückkehren können. Die untere Bauaufsicht des Landkreises soll über das weitere Vorgehen entscheiden. Beauftragte des Vermieters suchen derweil nach Ersatzwohnungen für die betroffenen Bewohner.
Bild: Symbolbild, KI-erzeugt.








